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Bewährte Praktiken für die E-Mail-Zustellbarkeit

In diesem Artikel sehen wir uns die Aspekte an, die die E-Mail-Zustellbarkeit beeinflussen. Außerdem erhalten Sie eine Liste der bewährten Verfahrensweisen, um eine optimale Zustellbarkeit Ihrer Kampagnen sicherzustellen.

Sorgen Sie für eine saubere Kontaktdatenbank

Importieren Sie nur Opt-in-Kontakte

Sendinblue verlangt, dass Sie Ihre E-Mail-Listen mit 100 % Opt-in-Kontakten erstellen. Der Versand von E-Mails an Opt-in-Kontakte führt zu größerer Interaktion und weniger Beschwerden und verbessert somit Ihre Zustellbarkeit.

Richten Sie einen Double-Opt-in-Prozess ein

Eine Double-Opt-in-Bestätigung ist eine zusätzliche Schutzschicht und kann verhindern, dass:

  • Gefälschte E-Mail-Adressen auf Ihrer Liste landen oder Kontakte, die kein wirkliches Interesse an Ihren E-Mails haben
  • Bots auf Ihrer Liste landen, die massenhaft gefälschte/falsche Kontakte in Ihre Kontaktliste einschleusen
  • Spamtraps in Ihre Liste aufgenommen werden

Bereinigen Sie Ihre Kontaktlisten

Sendinblue setzt Kontakte, die sich von Ihren E-Mails abgemeldet haben, Kontakte, die Ihre E-Mails als Spam markiert haben, und Kontakte, für die eine E-Mail nicht zugestellt wurde und zu einem Hardbounce geführt hat, automatisch auf die schwarze Liste. Sie müssen nichts unternehmen und wir empfehlen Ihnen, diese Kontakte nicht von Ihrer schwarzen Liste zu entfernen.

Sie sollten sich die Zeit nehmen, inaktive Kontakte oder solche, die nicht mit Ihren letzten E-Mails interagiert haben, zu identifizieren und zu entfernen, da sie Ihrer Zustellbarkeit schaden können.

💡 Gut zu wissen
Bevor Sie inaktive Kontakte entfernen, können Sie versuchen, ihnen mit einer Re-Engagement-Kampagne attraktivere Inhalte zu senden.

Überprüfen Sie Ihre technische Konfiguration

Wählen Sie zwischen einer geteilten und einer dedizierten IP

Wählen Sie zwischen einer dedizierten und geteilten IP, entsprechend Ihrem Versandvolumen.

  • Dedizierte IP: Eine dedizierte IP wird von einem einzigen E-Mail-Absender verwendet. Wenn Sie vorhaben, mindestens 3 Kampagnen pro Woche mit mindestens 3000 E-Mails zu versenden, sollten Sie eine dedizierte IP in Betracht ziehen.
  • Geteilte IP: Eine geteilte IP wird von mehreren E-Mail-Absendern verwendet. Wenn Sie vorhaben, weniger als 3 Kampagnen pro Woche mit weniger als 3000 E-Mails zu versenden, sollten Sie eine geteilte IP in Betracht ziehen.
💡 Gut zu wissen
Sie sollten keine dedizierte IP verwenden, wenn Sie nicht mindestens 3 Kampagnen pro Woche mit mindestens 3000 E-Mails versenden. Wenn Sie weniger E-Mails versenden, kann für Ihre dedizierte IP NIEMALS eine E-Mail-Reputation bei den verschiedenen Zielen aufgebaut werden. Im besten Fall behält Ihre dedizierte IP für immer eine neutrale Reputation, in der Regel erhält sie jedoch eine schlechte. Das bedeutet, dass Ihre E-Mails sehr wahrscheinlich bei vielen Zielen im Spam-Ordner landen. Die Ziele vertrauen unbekannten IPs nicht und sehen den Versand eines sehr geringen oder unregelmäßigen E-Mail-Volumens als unseriös an.

Assoziieren Sie Ihre Domain mit Ihrer dedizierten IP

Ihre dedizierte IP-Adresse muss mit einer sendenden Domain verbunden sein, damit sie korrekt funktioniert. Durch die Verknüpfung Ihrer Domain mit Ihrer dedizierten IP können Sie außerdem sicherstellen, dass die Domain des Absenders der E-Mail mit der Domain übereinstimmt, von der die E-Mail dem Anschein nach versendet wurde. Wenn diese Werte übereinstimmen, können ISPs die Identität des Absenders leichter prüfen und die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre E-Mails im Posteingang Ihrer Kontakte ankommen, wird erhöht.

Konfigurieren Sie die Absender-Authentifizierung

Verwenden Sie Ihren Domainnamen, um Ihre E-Mails digital mit SPF-, DKIM- und DMARC-Protokollen zu signieren.

  • SPF: DNS-Datensatz, der zertifiziert, dass die sendende IP für den Versand von E-Mails über Ihre Domain berechtigt ist.
  • DKIM: kryptografisches Protokoll, das es Ihnen erlaubt, Ihre E-Mail mit Ihrem Domainnamen zu signieren, um sicherzustellen, dass die E-Mail während der Übertragung nicht verändert wird und dass der Absender der E-Mail der Eigentümer der sendenden Domain ist.
  • DMARC: Datensatz, der Maßnahmen durchsetzt, falls Ihre Domain missbraucht wird, indem er den Empfänger darüber informiert, wie er mit E-Mails, die Ihre Marke missbrauchen, umgehen soll.

Behalten Sie eine gute Absender-Reputation

Wärmen Sie Ihre IP auf

Dieser Schritt ist sehr wichtig. Wenn Sie eine dedizierte IP verwenden, nehmen Sie sich Zeit, um sie aufzuwärmen, bevor Sie große E-Mail-Volumen versenden, um eine positive Reputation bei ISPs aufzubauen und Ihre Zustellbarkeit zu verbessern.

❗️ Wichtig
Die meisten Probleme von Nutzern von dedizierten IPs im Zusammenhang mit der Zustellbarkeit werden durch unzureichendes Aufwärmen verursacht. Es dauert Wochen, um eine Reputation für eine dedizierte IP aufzubauen: Wenn Sie zu viele E-Mails auf einmal senden, werden Letztere von der Zieladresse abgewiesen und es kann sein, dass Ihre dedizierte IP blockiert wird.

Prüfen Sie Ihren Sender Score

Der E-Mail Sender Score liegt auf einer Skala von 1 bis 100 und ist eines der vielen Elemente der Reputation Ihrer IP. Er ist einer der Faktoren, die bestimmen, ob Sie als Spammer herausgefiltert werden. Um Ihren aktuellen Sender Score zu erfahren, gehen Sie zu SenderScore.org und geben Sie Ihre IP-Adresse ein. Wenn Ihr Score nicht über 90 liegt, besteht Verbesserungspotenzial.

Versenden Sie Ihre Kampagnen zur richtigen Zeit und mit der richtigen Häufigkeit

Der Versand Ihrer Kampagnen zur richtigen Zeit erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Kontakte Ihre E-Mails öffnen und anklicken. Denken Sie daran, dass alles, was die Interaktion verbessert, auch die Zustellbarkeit verbessert. Sie können die Funktion von Sendinblue zur Optimierung der Versandzeit verwenden, um nichts dem Zufall zu überlassen. Sie wird basierend auf den Daten zur vorherigen Interaktion Ihrer Kontakte bestimmt.

💡 Gut zu wissen
Diese Funktion ist für Premium-, Premium+- und Enterprise-Abonnements verfügbar. Hier können Sie die Abos vergleichen.

Nehmen Sie bestimmte Segmente ins Visier

Die Segmentierung von Listen ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, um die bewährten Verfahrensweisen für den E-Mail-Versand einzuhalten. Eine davon lautet, dass nur E-Mails an aktive Kontakte versendet werden sollten, die in den letzten Monaten mit Ihren E-Mails interagiert haben (Öffnungen/Klicks). Der systematische Versand Ihrer E-Mail an alle Kontakte in Ihrer Datenbank führt zu zahlreichen Problemen mit der Zustellbarkeit und der Reputation, da die ältesten Adressen von den Zielen häufig zu Spamtraps umfunktioniert werden, um Spammer und unseriöse Absender zu identifizieren.

Sie können Ihre Kontakte auch basierend auf den Informationen segmentieren, die Ihnen über sie vorliegen, um gezieltere E-Mail-Marketing-Kampagnen zu versenden. Die Segmentierung führt zu besseren Kampagnenergebnissen und einer besseren Kenntnis Ihrer Kontakte.

Verwenden Sie Automation

Mit Marketing Automation können Sie die Customer Journey ganz leicht gestalten, indem Sie benutzerdefinierte Szenarien erstellen und Kampagnen basierend auf dem Verhalten Ihrer Kontakte versenden.

Marketing Automation bietet Ihnen beispielsweise folgende Vorteile:

  • Vermeidung von Massen-Mails und Erhöhung Ihrer Öffnungs- und Klickraten durch die Segmentierung Ihrer Kontakte basierend auf ihrem Verhalten.
  • Belohnung Ihrer Kontakte und Erhöhung Ihres Interaktionsgrads, um langfristige Beziehungen zu Ihren Kunden aufzubauen, indem Sie ihnen zu besonderen Anlässen Angebote schicken.

Erstellen Sie wirkungsvolle E-Mail-Kampagnen

Erstellen Sie hochwertigen E-Mail-Content

Geben Sie Quantität niemals den Vorzug vor Quantität. Wenn Sie eine schlechte E-Mail-Kampagne versenden, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die User beschweren, höher.

Diese Punkte sollten Sie bei der Erstellung Ihrer E-Mail-Kampagnen beachten:

  • Optimieren Sie Ihre E-Mails für Mobilgeräte.
  • Vermeiden Sie Spam-Wörter in Ihre E-Mails.
  • Testen Sie alle Links vor dem Versand und verwenden Sie keine Kurz-URL-Dienste wie bit.ly oder goo.gl, da sie von Spam Engines als betrügerisch betrachtet werden.
  • Verwenden Sie keinen Klickköder in der Betreffzeile.
  • Personalisieren Sie Ihre Kampagnen mit Kontaktattributen.
  • Integrieren Sie einen klaren Call-to-Action.

Verwenden Sie die richtige Absender-E-Mail-Adresse

Vermeiden Sie geschäftliche und generische E-Mail-Adressen. Versenden Sie Ihre E-Mails stattdessen von einer E-Mail-Adresse, die Ihren Namen enthält. Für Ihre Marketing-E-Mails können Sie auch die Erstellung von Persona in Betracht ziehen, wie beispielsweise „Max von Mustermarke“, mit einer eigenen E-Mail-Adresse.

Versenden Sie Ihre E-Mails über eine personalisierte Domain, um Ihre E-Mail-Zustellbarkeit zu verbessern. Stellen Sie sicher, dass die Domain, die für Ihre Reply-to-E-Mail-Adresse verwendet wird, mit der im Absenderfeld übereinstimmt, andernfalls wird die E-Mail als Betrugsversuch gewertet.

Halten Sie die Opt-out-Vorschriften ein

Sie wollen keine Kontakte in Ihrer Liste haben, die nicht an Ihrem Content interessiert sind, da dies Ihrer Engagement-Rate schadet. Erleichtern Sie Kontakten, die das Interesse verloren haben, die Abmeldung. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sie sich genervt fühlen und Ihre E-Mails als Spam markieren. Stellen Sie im Footer Ihrer E-Mail einen deutlich sichtbaren Abmeldelink zur Verfügung.

💡 Gut zu wissen
Ein Abmeldelink ist in Ihrer E-Mail-Kampagne obligatorisch. Wenn Sie den Abmeldelink aus Ihrer E-Mail-Kampagne löschen, fügt Sendinblue ihn beim Senden automatisch wieder ein.

Testen Sie Ihre E-Mail-Kampagnen

Sendinblue bietet Ihnen mehrere Optionen, um Ihre E-Mail-Kampagnen vor dem Versand an alle Kontakte zu testen:

Überwachen Sie Ihre Metriken

Die Überwachung Ihrer Metriken wird Ihnen helfen, die Leistung einer E-Mail-Kampagne zu beurteilen und zu entscheiden, welche Aspekte verbessert werden müssen.

Die folgenden zentralen E-Mail-Marketing-Metriken sollten Sie überwachen, um Ihre E-Mail-Kampagnen zu bewerten:

  • Öffnungsrate: Prozentsatz der Empfänger, die eine E-Mail geöffnet haben, geteilt durch die Zahl der zugestellten E-Mails
  • Klickrate: Prozentsatz der Empfänger, die eine E-Mail angeklickt haben, geteilt durch die Zahl der zugestellten E-Mails
  • Bounce-Rate: Prozentsatz der gescheiterten Zustellungen in Bezug zur Zahl der Empfänger insgesamt. Es gibt zwei Arten von Bounce-Raten: Hard und Soft.
  • Beschwerderate: Anzahl der Personen, die Ihre E-Mail erhalten und auf "Als Spam markieren" geklickt haben, geteilt durch die Anzahl der zugestellten E-Mails.
  • Abmelderate: Prozentsatz der Empfänger, die sich über den Abmeldelink von der Kampagne oder einer Mailingliste abgemeldet haben. Solange sie unter 1 % liegt, müssen Sie sich keine großen Sorgen machen.

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