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Bewährte Praktiken für die E-Mail-Zustellbarkeit

Je größer die Zielgruppe, desto besser, könnte man meinen. Das ist jedoch oft nicht der Fall. In diesem Artikel erklären wir Ihnen die Gründe dafür, schauen uns Aspekte an, die die E-Mail-Zustellbarkeit beeinflussen, und listen die bewährten Praktiken für eine optimale Zustellbarkeit Ihrer Kampagnen auf.

🔄 Der Engelskreis der Zustellbarkeit

Der wichtigste Faktor, der bestimmt, ob Ihre E-Mails in den Posteingängen Ihrer Empfänger landen, ist die Qualität Ihrer Datenbank. Importieren Sie nur Kontakte, die Ihre E-Mail-Kampagnen erwarten. Wenn Ihre Kontakte erwarten, von Ihnen zu hören, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie Ihre E-Mails öffnen und auf Ihre Links klicken.

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👥 Aufbau und Pflege Ihrer Datenbank

Importieren Sie nur Kontakte, die Ihre Kampagnen erwarten

Sendinblue verlangt, dass Sie die Zustimmung Ihrer Kontakte einholen, bevor Sie sie zu Ihrer Kontaktliste hinzufügen. Diese Kontakte erwarten, E-Mails von Ihnen zu erhalten, und werden sie höchstwahrscheinlich öffnen. E-Mails an Kontakte zu senden, die ihre Zustimmung gegeben haben, führt zu einem höheren Engagement und zu weniger Beschwerden und verbessert so Ihre Zustellbarkeit.

Einrichten eines Double-opt-in-Prozesses

Die Verwendung einer Double-opt-in-Bestätigung in Ihren Anmeldeformularen sorgt für einen zusätzlichen Schutz, um Folgendes zu verhindern:

  • Falsche E-Mail-Adressen oder Kontakte, die in Wirklichkeit nicht so sehr an Ihren E-Mails interessiert sind
  • Bots, die Ihr Formular mit ungültigen E-Mail-Adressen ausfüllen
  • Spam-Traps in der Liste, die Sie aufbauen, beispielsweise E-Mail-Adressen mit Schreibfehlern (auch "typo traps" genannt) (weitere Infos finden Sie in unseren Artikeln dazu)

Das Double-opt-in-Verfahren kann auch ein geringes Engagement Ihrer Kampagnen verhindern: Da die Personen einen zusätzlichen Schritt ausführen mussten, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie Interesse für Ihre Kampagnen zeigen, größer.

Bereinigen Ihrer Kontaktlisten

Denken Sie daran, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre E-Mails in den Posteingängen Ihrer Empfänger landen, größer ist, je interessanter die Inhalte für sie sind. Wir empfehlen Ihnen daher dringend, sich Zeit zu nehmen, um diejenigen Kontakte zu identifizieren und zu blocklisten, die entweder noch nie eine Ihrer Kampagnen geöffnet haben oder schon lange nicht mehr.

Sendinblue blocklistet automatisch Kontakte, die:

  • Sich von Ihren E-Mails abgemeldet haben
  • Ihre E-Mails als Spam markiert haben
  • Bei denen eine E-Mail zu einem Hardbounce geführt hat

Sie selbst brauchen nichts zu tun und wir raten Ihnen, diese Kontakte nicht aus Ihrer Blocklist zu entfernen.

💡 Gut zu wissen
Bevor Sie einen inaktiven Kontakt löschen, können Sie versuchen, ihm Content anzubieten, der ihn vielleicht stärker anspricht, indem Sie ihm eine Re-Engagement-E-Mail-Kampagne senden.

Einhaltung der Opt-out-Gesetzgebung

Sie sollten keine Kontakte in Ihrer Liste behalten, die nicht an Ihrem Content interessiert sind, da dies Ihrem Engagement schadet. Machen Sie es diesen Kontakten mit einem klar sichtbaren Abmelde-Link (Opt-out) in der Fußzeile Ihrer E-Mail leicht, sich abzumelden, wenn sie kein Interesse mehr haben. Ansonsten könnten sie genervt werden und Ihre E-Mails als Spam markieren.

💡 Gut zu wissen
Es ist Pflicht, einen Abmelde-Link in Ihre E-Mail-Kampagne einzufügen. Falls Sie den Abmelde-Link aus Ihrer E-Mail-Kampagne löschen, fügt Sendinblue ihn beim Versand Ihrer Kampagne automatisch wieder ein.

🧑‍💻 Überprüfen Sie Ihre technische Konfiguration

Verwenden Sie eine leicht identifizierbare Absenderadresse

Ihre Absender-Domain ist das, was nach dem @-Zeichen steht. Vermeiden Sie es, eine allgemeine E-Mail-Adresse (@gmail.com, @yahoo.com usw.) zu verwenden. Stattdessen empfehlen wir Ihnen dringend, Ihre eigene Domain für Ihre Absenderadressen zu verwenden (z. B. die Ihrer Website, falls Sie eine haben). Dies gestattet es Ihnen, Ihre DKIM-Signatur zu personalisieren (siehe Abschnitt unten).

Es ist besser, wenn die Domain, die in Ihrer Antwort-an-E-Mail-Adresse verwendet wird, mit derjenigen im Absenderfeld übereinstimmt. Ansonsten könnte Ihre E-Mail als Betrugsversuch angesehen werden.

Wir raten Ihnen davon ab, eine "Cousin-Domain" oder eine "Lookalike-Domain" zu verwenden. Wenn Ihre Marke beispielsweise abrand.com ist und Sie Ihre E-Mails über die Domain a-brand.com versenden, kann dies verdächtig wirken. Verwenden Sie am besten dieselbe Domain wie diejenige Ihrer Marke oder benutzen Sie eine Subdomain.

Einrichten der Absenderauthentifizierung

Ihre DKIM-Signatur ist wie ein Reisepass, mit dem Sie gegenüber den ISP Ihre Identität nachweisen. Je mehr Beweise diese für Ihre Rechtmäßigkeit haben, desto wahrscheinlicher ist es, dass Ihre E-Mails in den Posteingängen Ihrer Empfänger landen.

Um Ihre DKIM-Signatur zu personalisieren, müssen Sie Ihre Domain auf Sendinblue authentifizieren. Hier können Sie nachlesen, wie das geht: Ihre Domain authentifizieren, um die Zustellbarkeit Ihrer E-Mails zu verbessern (DKIM. SPF).

💌 Erstellung wirksamer E-Mail-Kampagnen

Erstellen Sie hochwertigen E-Mail-Content

Gehen Sie niemals Kompromisse bei der Qualität zugunsten der Quantität ein. Hochwertige und innovative Inhalte sorgen dafür, dass Ihre Empfänger sich auf Ihre E-Mails freuen und sie früher lesen.

Denken Sie immer an Folgendes, wenn Sie Ihre E-Mail-Kampagnen erstellen:

  • Machen Sie Ihre E-Mails mobilfreundlich.
  • Vermeiden Sie Spam-Wörter in Ihren E-Mails (entsprechende Listen finden Sie online).
  • Testen Sie alle Ihre Links vor dem Versand und verwenden Sie keine URL-Verkürzer wie bit.ly oder goo.gl, da sie von Anti-Spam-Softwares als betrügerisch angesehen werden.
  • Personalisieren Sie Ihre Kampagnen mit Kontaktattributen.
  • Fügen Sie einen klaren Call-to-Action ein.
  • Senden Sie Inhalte, die den Erwartungen der Empfänger entsprechen, oder verwenden Sie Segmente, um alle Erwartungen zu erfüllen (siehe unten).

Sprechen Sie spezifische Segmente an

Die Listensegmentierung ist eine sehr gute Möglichkeit, sich an gute E-Mail-Praktiken zu halten. Dazu gehört, nur E-Mails an aktive Kontakte zu senden, die in den vergangenen Monaten mit Ihren E-Mails interagiert haben (Öffnungen/Klicks).

Je mehr Sie Ihre Kontakte mit Inhalten ansprechen, die relevant für sie sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie Ihre E-Mails auch wirklich lesen. Verschiedene Kontaktlisten basierend auf Interessen oder die Segmentierung gemäß spezifischen Informationen in der Datenbank können daher entscheidend für eine gute Zustellbarkeit Ihrer E-Mails sein.

Die Segmentierung Ihrer Kontakte basierend auf den Informationen, die Ihnen über sie vorliegen, ist auch hilfreich, um gezieltere E-Mail-Marketingkampagnen zu versenden. Mithilfe der Segmentierung erzielen Sie bessere Ergebnisse mit Ihren Kampagnen und erhalten mehr Informationen über Ihre Kontakte.

Alles, was Sie über Segmente wissen müssen, finden Sie hier.

Testen Sie Ihre E-Mail-Kampagnen

Sendinblue bietet Ihnen mehrere Möglichkeiten, Ihre E-Mail-Kampagnen zu testen, bevor Sie sie an alle Ihre Kontakte versenden:

Versenden Sie Ihre Kampagnen zum richtigen Zeitpunkt und mit der richtigen Frequenz

Wenn Sie Ihre Kampagnen zum richtigen Zeitpunkt versenden, erhöht dies die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Kontakte Ihre E-Mails öffnen und anklicken. Und denken Sie daran, dass alles, was das Engagement steigert, auch die Zustellbarkeit verbessert. Sie können die Versandoptimierung von Sendinblue nutzen, um Rätselraten zu vermeiden und basierend auf dem Engagement Ihrer vergangenen Kampagnen den richtigen Versandzeitpunkt für jeden Kontakt zu wählen.

💡 Gut zu wissen
Diese Funktion steht für Business- und Enterprise-Pläne (die alten Premium- und Enterprise-Pläne) zur Verfügung.

📈 Überwachen Sie Ihre Metriken

Die Überwachung Ihrer Metriken wird Ihnen helfen, die Leistung einer E-Mail-Kampagne zu bewerten und zu entscheiden, welche Aspekte verbessert werden sollten.

Hier sind die wichtigsten E-Mail-Marketing-Metriken, die Sie verfolgen sollten, um Ihre E-Mail-Kampagnen zu bewerten:

  • Öffnungsrate: Die Zahl der Empfänger, die eine E-Mail geöffnet haben, geteilt durch die Zahl der zugestellten E-Mails.
  • Klickrate: Zahl der Empfänger, die eine E-Mail angeklickt haben, geteilt durch die Zahl der zugestellten E-Mails.
  • Hardbounce-Rate: Prozentsatz der fehlgeschlagenen Zustellungen aufgrund ungültiger E-Mail-Adressen. 
  • Softbounce-Rate: Prozentsatz der fehlgeschlagenen Zustellungen, weil die E-Mail als potenzieller Spam erkannt und abgewiesen wurde (die E-Mail-Adresse kann dabei jedoch gültig sein).
  • Beschwerde-Rate: Zahl der Personen, die Ihre E-Mail erhalten und auf die Schaltfläche "Als Spam markieren" geklickt haben, geteilt durch die Zahl der zugestellten E-Mails.
  • Abmelde-Rate: Prozentsatz der Empfänger, die sich über den Abmelde-Link von einer Kampagne oder einer E-Mailing-Liste abgemeldet haben.

Falls Sie eine dedizierte IP-Adresse haben

Wenn Sie über eine dedizierte IP-Adresse verfügen, haben wir weitere Best Practices für Sie! 

Verbinden Sie Ihre Domain mit Ihrer dedizierten IP-Adresse

Wenn Sie eine dedizierte IP-Adresse verwenden, muss Ihre dedizierte IP-Adresse mit einer Versanddomain verbunden sein, um korrekt zu funktionieren. Durch die Verbindung Ihrer Domain mit Ihrer dedizierten IP-Adresse können Sie außerdem sicherstellen, dass die als Absender in der E-Mail angegebene Domain mit der Domain übereinstimmt, von der die E-Mail offenbar versandt wurde. Wenn diese Werte übereinstimmen, können ISP die Identität Ihres Absenders leichter überprüfen, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Ihre E-Mails im Posteingang Ihrer Kontakte landen.

Sie haben dies wahrscheinlich bei der Einrichtung Ihrer dedizierten IP-Adresse getan, aber es kann nicht schaden, unter Absender & IP > Dedizierte IPs > Konfigurieren zu überprüfen, ob Ihre Einstellungen immer noch korrekt sind.

Wärmen Sie Ihre IP-Adresse auf

Dieser Punkt ist sehr wichtig. Wenn Sie eine dedizierte IP-Adresse für den Versand Ihrer E-Mails verwenden, nehmen Sie sich Zeit, sie aufzuwärmen, bevor Sie große E-Mail-Volumen versenden oder falls Sie in den vergangenen Wochen nur wenige Mails verschickt haben. Dies hilft Ihnen, eine positive Reputation bei den ISP aufzubauen oder aufrechtzuerhalten und Ihre Zustellbarkeit zu verbessern.

Wenn Sie ein Enterprise-Kunde mit großen E-Mail-Volumen sind, kann unser für die Zustellbarkeit zuständiges Team Ihnen dabei helfen.

❗️ Wichtig
Die meisten Zustellbarkeitsprobleme von Nutzern mit dedizierten IP-Adressen lassen sich auf schlechtes Aufwärmen zurückführen. Es dauert Wochen, um die Reputation einer dedizierten IP-Adresse aufzubauen:
  • Wenn Sie zu viele E-Mails auf einmal versenden, werden Ihre E-Mails von Webmail-Anbietern zurückgewiesen und es kann sogar sein, dass letztere Ihre dedizierte IP-Adresse sperren.
  • Wenn Sie im Gegensatz dazu über längere Zeit nur sehr wenige E-Mails versendet haben, müssen Sie Ihre IP-Adresse erneut aufwärmen.

Prüfen Sie Ihren Absender-Score

Wenn Sie eine dedizierte IP-Adresse verwenden, können Sie Ihren Absender-Score überprüfen. Der E-Mail-Absender-Score liegt zwischen 1 und 100. Er spiegelt einen der vielen Reputations-Aspekte Ihrer IP-Adresse wider und ist ein Faktor, der bestimmt, ob Sie als Spammer herausgefiltert werden. Rufen Sie für eine Bewertung Ihres aktuellen Absender-Scores SenderScore.org auf und geben Sie Ihre IP-Adresse ein. Wenn Ihr Score nicht über 90 liegt, besteht Verbesserungspotenzial.

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Wenden Sie sich bei Fragen an unser Support-Team: Erstellen Sie einfach ein Ticket über Ihr Konto. Wenn Sie noch kein Konto haben, können Sie uns hier kontaktieren.