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Bewährte Verfahren zur Verwaltung einer dedizierten IP-Adresse

In diesem Artikel erklären wir Ihnen unsere bewährten Verfahren zur Verwaltung einer dedizierten IP-Adresse.

Sorgen Sie für eine beständige technische Konfiguration

Beständigkeit ist das Schlagwort im E-Mailing. Um die bestmöglichen Zustellbarkeits- und Inbox-Placement-Raten sicherzustellen, ist es entscheidend, zunächst dafür zu sorgen, dass Ihre IP und Ihre Absender technisch gut konfiguriert sind.

Konfigurieren Sie die Empfehlungen für eine dedizierte IP

Option 1: Befolgen Sie eine strenge Angleichungsregel (verwenden Sie die Subdomain, die mit der dedizierten IP für die Absenderadresse verbunden ist).

  • Absenderadresse: hello@news.company.com 
  • Domain-Signatur (DKIM): news.company.com
  • Antwort-an-Adresse: hello@company.com
  • Domain der IP: news.company.com

Option 2: Verwenden Sie eine unterschiedliche Subdomain für die IP-Konfiguration und die Absenderadresse.

  • Absenderadresse: hello@info.domain.com
  • Domain-Signatur (DKIM): info.domain.com
  • Antwort-an-Adresse: hello@info.domain.com (oder hello@domain.com)
  • Domain der IP: sub.domain.com

Vergewissern Sie sich, dass Ihre IP-Adresse korrekt konfiguriert ist

Auf der Seite Dedizierte IPs in Sendinblue können Sie sich vergewissern, ob Ihre dedizierte IP-Adresse korrekt konfiguriert ist, indem Sie:

  • überprüfen, ob Ihre IP-Adresse aktiv ist,
  • Ihren Sender Score und Ihre Sender Base Informationen prüfen.

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Nutzen Sie Ihre dedizierte IP-Adresse, um ein hohes und beständiges E-Mail-Volumen zu versenden

Die Reputation einer IP wird über einen bestimmten Zeitraum hinweg aufgebaut. Daher ist es entscheidend, regelmäßige und beständige E-Mail-Volumen zu versenden. Ein plötzlicher Anstieg der Volumen kann Ihren ISPs verdächtig vorkommen und wird sich sehr wahrscheinlich auf die Inbox Placement Rate auswirken.

Bereinigen Sie Ihre Kontaktliste

Wie oben erklärt, ist es extrem wichtig, stets für eine saubere und aktuelle Kontaktdatenbank zu sorgen. Sendinblue hilft Ihnen, Ihre Datenbank automatisch zu bereinigen, um eine gute Liste zu pflegen. Unsere Plattform setzt automatisch Kontakte auf die Blocklist, die:

  • sich von Ihren E-Mails abmelden
  • zu einem Hard Bounce führen
  • Ihre E-Mail als Spam markieren

Das ist zwar hilfreich, reicht jedoch nicht! Es ist außerdem wichtig, dass Sie Ihre Kontaktlisten sortieren und segmentieren, um gezielte E-Mail-Kampagnen an relevante Gruppen von Kontakten zu senden.

Sorgen Sie für eine beständige IP-Adresse und verwenden Sie nicht zu viele

IP-Adressen zu wechseln oder E-Mails von mehreren IP-Adressen zu versenden, ist in keinem Fall hilfreich, um Zustellbarkeitsprobleme zu lösen oder zu verhindern. 

Wenn Sie zu viele dedizierte IP-Adressen verwenden und mit verschiedenen Domainnamen kombinieren, wird es schwierig sein, sich im Lauf der Zeit eine positive Reputation bei den ISPs und Webmail-Anbietern aufzubauen. 

Verwenden Sie wenn möglich separate IPs für verschiedene E-Mail-Typen

Falls das Risiko für die verschiedenen versendeten E-Mail-Typen unterschiedlich und das Volumen für jeden Typ groß genug ist, empfehlen wir Ihnen, die Reputation zu trennen, indem Sie verschiedene dedizierte IPs verwenden (z. B. 1 IP für den Versand von Transaktions-E-Mails und 1 IP für den Versand von E-Mail-Kampagnen).

Konfigurieren Sie nicht zu viele IPs im Glauben, dass dies den Aufwärmprozess beschleunigt

Mit einem E-Mail-Fingerabdruck erkennen die ISPs leicht, dass Ihre E-Mails vom selben Absender und derselben Plattform kommen.

Wenn Sie mit einer bereinigten Kontaktliste und einer gut etablierten Reputation zu Sendinblue wechseln, sollte das Aufwärmen Ihrer dedizierten IP nicht lange dauern, da diese neue IP mit den folgenden positiven Reputationen verbunden sein wird:

  • der positiven Reputation Ihrer Absenderdomain
  • der positiven Reputationen der Domain, die Sie zur Authentifizierung Ihrer Domain verwendet haben
  • Ihrem E-Mail-Fingerabdruck

Falls das E-Mail-Volumen mehrere dedizierte IPs erfordert, sollten Sie sie schrittweise zu Ihrem IP-Pool hinzufügen. Das geht ganz einfach, indem Sie Ihren IPs einen Anteil in Prozent zuweisen.

❗️ Wichtig
Wenn Sie 30 Tage lang keine E-Mails über Ihre dedizierte IP versenden, müssen Sie den Aufwärmprozess von Neuem beginnen.

Achten Sie auf Ihre Versandreputation und verbessern Sie sie

Ihre Zustellbarkeit hängt in erster Linie von Ihrer Reputation bei den ISPs ab, die Posteingänge zur Verfügung stellen, zum Beispiel Yahoo, Gmail, Hotmail usw. Diese „Reputation“ steht für das allgemeine Vertrauen, das Ihnen die ISPs entgegenbringen. ISPs können Ihnen entweder helfen oder Ihre Fähigkeit, E-Mails zu versenden, behindern. Diese allgemeine Reputation ist eine Kombination aus zwei oder mehr spezifischen Reputationen: derjenigen Ihrer IP und derjenigen Ihrer Absenderdomain.

Sendinblue bietet nur „frische“ dedizierte IPs mit einer neutralen Reputation an. Die Domain oder Subdomain, die Sie mit Ihrer dedizierten IP verknüpft haben, ist normalerweise bereits „bekannt“ oder wird von den ISPs erkannt.

Es gibt mehrere Elemente, die sich maßgeblich auf Ihre Reputation auswirken:

Beschwerden

Wenn Ihre Empfänger auf „Als Spam melden“ klicken, zeichnen die ISPs eine Beschwerde auf, die mit Sendinblue geteilt wird. Diese Beschwerden wirken sich negativ auf Ihre Reputation aus. Die maximale Obergrenze für Beschwerden, die von einem ISP toleriert wird, ist 0,1 %.  Einige ISPs liefern Informationen zur Herkunft dieser Beschwerden (um zu wissen, wer Ihre E-Mail als Spam markiert hat). In diesem Fall setzt Sendinblue die E-Mail-Adressen auf die Blocklist.

Hard Bounces

Hard Bounces entstehen, wenn E-Mails an Adressen gesendet werden, die nicht mehr existieren oder nie existiert haben. ISPs beurteilen die Qualität Ihrer Kontaktliste entsprechend dem Volumen der Hard Bounces. Falls Ihre E-Mails eine bedeutende Menge Hard Bounces generieren, könnte das ein Hinweis darauf sein, dass Sie eine veraltete Datenbank verwenden oder – schlimmer noch – eine Datenbank mit automatisch generierten E-Mail-Adressen.

Spam Traps

Spam Traps sind falsche E-Mail-Adressen, die von ISPs verwendet werden, um Spammer zu identifizieren. Diese E-Mail-Adressen werden von den ISPs absichtlich erstellt oder es handelt sich um sehr alte, inaktive Adressen, die sich die ISPs gesichert haben. Wenn ISPs eine E-Mail-Kampagne erkennen, die an eine Spam-Trap-Adresse gesendet wird, gehen sie davon aus, dass die E-Mail-Kampagne an Nicht-Opt-in-Kontakte versendet wurde und klassifizieren die E-Mail als Spam. Das führt dazu, dass Ihre dedizierte IP auf der Blocklist landet.

Sie können Ihre Reputation direkt über Ihr Sendinblue-Konto überwachen. Wir stellen einen Reputationsmesser zur Verfügung, der von zwei Indikatoren für die Qualität der IP beeinflusst wird: Sender Score (bearbeitet von Return Path) und Sender Base (bearbeitet von Cisco). Der Index dieses Reputationsmessers kann abhängig von diesen verschiedenen Indikatoren zwischen 0 und 100 liegen. Ein Index von 80 oder höher gilt als guter Reputationsscore.

Falls Sie Probleme mit der Reputation Ihrer IP haben, ist es wichtig, sie proaktiv zu lösen.

Wenn der Verdacht besteht, dass Spam-E-Mails versendet werden, kann Ihre IP-Adresse unabhängigen Blocklists wie Spamhaus gemeldet werden. Halten Sie zunächst Ausschau nach E-Mail-Benachrichtigungen von diesen Blocklists. Wenn weitere Aktionen erforderlich sind, um Ihre IP von einer Blocklist zu entfernen, befolgen Sie die zur Verfügung gestellten Anweisungen sorgfältig.

Es kann außerdem sein, dass Sie Benachrichtigungen vom Customer-Care-Team von Sendinblue mit Anweisungen zur Verbesserung Ihrer Leistung erhalten.

Nachdem Sie die Probleme korrigiert haben, ist es wichtig, eine niedrige Spam-Beschwerderate beizubehalten. Der Versand von gezielten E-Mails an reine Opt-in-Kontaktlisten ist das beste Mittel, um eine positive Absenderreputation aufzubauen.

Beheben Sie die Ursache von Zustellbarkeitsproblemen, bevor Sie eine Mitigierungsanfrage an den ISP oder eine Dritt-Blocklist senden

Es gibt einen Grund dafür, dass Ihre E-Mails auf der Blocklist landen. Wenn Sie das ursächliche Problem nicht beheben, wird die IP erneut geblockt. Mit der Zeit wird es immer schwieriger, die Blocklist-Administratoren zu überzeugen, dem Eigentümer der IP zu vertrauen, und schlussendlich könnten sie sich weigern, ihre Sanktionen aufzuheben.

Um langfristige Probleme zu beheben, müssen Sie das Problem, das dazu geführt hat, dass Ihre dedizierte IP auf der Blocklist gelandet ist, klar identifizieren, bevor Sie eine Freigabeanfrage senden. 

Wenn Ihre Kennzahlen belegen, dass das Problem behoben wurde, können Sie eine Mitigierungsanfrage an den ISP oder das Blocklist-Portal senden.

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