Konfiguration von SendinBlue Automation auf Ihrer Website

Sie haben sich nun einen Überblick über das große Potenzial von SendinBlue Automation verschafft und können das Tool ab sofort konkret einsetzen. Bevor Sie Ihre ersten Szenarien erstellen können, müssen Sie eine je nach Bedarf mehr oder weniger aufwendige Erstkonfiguration vornehmen. In den meisten Fällen dauert diese Erstkonfiguration nur wenige Minuten, da Sie nur ein Script kopieren und in den Quellcode Ihrer Website einfügen müssen. Ziel dieses Scripts ist es, Informationen über die Aktionen der Besucher Ihrer Website an das Automation-Tool zu senden, damit Sie diese Informationen als Ausgangspunkt bzw. Bedingung für Ihre Szenarien verwenden können.

Die Funktionsweise – 3 Konfigurationsschritte

1. Hauptscript

Die Erstellung des Hauptscripts ist der einzige erforderliche Schritt bei der Konfiguration des Automation-Tools. Das Script folgt dem Funktionsprinzip von Google Analytics: Sobald ein Besucher eine neue Seite lädt, sendet das Script diese Information an SendinBlue Automation. Es gibt jedoch einen entscheidenden Unterschied gegenüber Google Analytics. Das Script von SendinBlue zielt ausschließlich auf „identifizierte“ Besucher ab, deren E-Mail-Adresse Ihnen vorliegt. Wie Sie die Besucher Ihrer Website identifizieren können, erklären wir Ihnen im weiteren Verlauf. Das Aufrufen des Hauptscripts ist ganz einfach. Wenn Sie SendinBlue Automation zum ersten Mal starten, zeigt Ihnen der Konfigurationsassistent das Script an, das Sie kopieren und in alle Seiten der Website einfügen müssen. Wir empfehlen, das Script in die Kopfzeile Ihrer Website direkt vor dem Tag einzufügen. Sie können das Script auch jederzeit über das Menü „Erweiterte Einstellungen“ abrufen. Das Script ist für alle Benutzer von SendinBlue identisch, außer dem Parameter „client_key“, der für jedes SendinBlue-Konto individuell ist.


sendinblue automation script

2. Identifizierung der Besucher

Das Hauptscript von SendinBlue Automation zielt ausschließlich auf identifizierte Besucher ab. Es gibt zwei Verfahren zur Identifizierung bestimmter Besucher Ihrer Website. Das erste besteht darin, Ihre SendinBlue-Kontakte unter Ihren Website-Besuchern zu identifizieren. Dieses Verfahren beruht auf der Verwendung eines Cookies und ermöglicht die automatische Identifizierung aller Besucher, die mindestens einmal auf eine Ihrer E-Mails geklickt haben. Das zweite Verfahren verwendet die Funktion „Identify“, um die Besucher zu identifizieren, die ein E-Mail-Feld auf Ihrer Website ausgefüllt haben (beispielsweise nach der Anmeldung oder auf der Anmeldeseite).

Identifizierung per Cookie

SendinBlue hinterlegt standardmäßig ein Cookie bei Ihren Kontakten, sobald diese auf einen Link in einer über SendinBlue gesendeten E-Mail klicken (transaktionale E-Mail oder Newsletter). Wenn einer dieser Kontakte zu Ihrer Internetseite zurückkehrt, wird er automatisch identifiziert und alle seine Aktionen, insbesondere die aufgerufenen Seiten, werden in SendinBlue Automation gespeichert. Dieses Verfahren ist sehr effizient zur Identifizierung aller Ihrer Kunden/Benutzer, insbesondere für Websites, die ein Double-Opt-in-Anmeldeverfahren eingerichtet haben, d. h. einen Bestätigungslink, den alle Benutzer anklicken müssen, um ihre Anmeldung zu bestätigen. Dieses Verfahren hat jedoch zwei Einschränkungen. Die erste besteht darin, dass nicht alle Besucher Ihrer Website zuvor auf eine Ihrer E-Mails geklickt haben, obgleich Sie die E-Mail-Adresse von einigen dieser Besucher besitzen. Die zweite Einschränkung besteht darin, dass mit dem Identifizierungsverfahren per Cookie keine spezifischen Informationen über den Benutzer in SendinBlue Automation gespeichert werden können. Nehmen wir beispielsweise an, ein Benutzer ist als „Privatperson“ und nicht als „Unternehmen“ angemeldet. Diese Information wäre nützlich für SendinBlue Automation, um ein Szenario für den Versand unterschiedlicher Bestätigungs-E-Mails zu erstellen.

Identifizierung mit der Funktion „Identify“

Um Benutzer zu identifizieren, die nicht auf eine Ihrer E-Mails geklickt haben, und an möglichst viele Informationen über sie zu gelangen, müssen Sie die Funktion „Identify“ verwenden. Das Prinzip ist einfach: Sobald ein Besucher eine E-Mail-Adresse auf Ihrer Website eingibt, können Sie ein Script einfügen, das die E-Mail-Adresse des Kontakts und potenziell weitere Informationen an SendinBlue Automation sendet. Die Funktion „Identify“ enthält zwei Argumente:

  • eine E-Mail-ID, dies ist ein Pflichtparameter;
  • eine Liste mit Informationen (JSON-Objekt), in der Sie alle Merkmale Ihrer Wahl auflisten können.
sendinblue.identify ('james@example.com ', {
„Name“: „James Clear“;
„ID”: „10001”,
„Mobiltelefon“: „+12025550153“,
„Abonnement“: „Diamond”,
„Wohnort“: „San Francisco“
});

Diese Funktion ermöglicht es, den Benutzer "james@example.com" zu identifizieren und ihm mehrere Informationen zuzuordnen: Name, ID, Mobiltelefon, Abonnement und Wohnort. Sie können beliebig viele Merkmale in die Funktion „Identify“ einfügen. > Technische Dokumentation zu der Funktion „Identify“

3. Aktionen der Besucher: Ereignisse, Links oder Seitenaufrufe

Das allgemeine Script und die Verwendung der Funktion "Identify" sind ausreichend für die Erstellung von Szenarien, die auf den besuchten Seiten oder auf bestimmten bei der Anmeldung angegebenen Informationen basieren. Um noch einen Schritt weiter zu gehen, können genauere Informationen über das Surfverhalten der Benutzer auf der Website nötig sein. Dafür gibt es zahlreiche Beispiele: Versand einer spezifischen E-Mail je nach gekauftem Produkt, Versand einer E-Mail infolge eines PDF-Downloads usw. SendinBlue Automation stellt Ihnen drei Funktionen zur Verfügung, mit denen Sie alle Informationen an die SendinBlue-Plattform weiterleiten können, die Ihnen für die Erstellung verschiedenster Szenarien von Nutzen sein könnten.

Das Event-Tracking

Dieses Tool werden Sie vermutlich am meisten benötigen. Mit der Funktion „Track“ können Sie ein Ereignis, beispielsweise den Kauf eines Produkts, zusammen mit einer gewissen Anzahl Attribute – Produktkategorie, Produktbezeichnung, Sonderangebot, Preis usw. – an SendinBlue Automation weiterleiten. Diese Informationen können Sie anschließend für die Erstellung eines Szenarios nutzen, z. B. Versand einer Reihe von E-Mails an alle Personen, die ein Produkt der Kategorie A mit einem Wert von über 100 € gekauft haben. Die Funktion „Track“ funktioniert nach demselben Prinzip wie die Funktion „Identify“. Sie besteht aus einem ersten Pflichtparameter, dem Namen des Ereignisses, und einem zweiten Parameter in Form eines optionalen Attributsatzes, im Allgemeinen den Ereignismerkmalen.

sendinblue.track('product_purchased', {
'product': 'A',
'amount': '100'
});

Mit dem obenstehenden Code kann somit der Kauf eines Produkts mit zwei Merkmalen – Produktname und Preis – an SendinBlue Automation weitergeleitet werden. > Technische Dokumentation zu der Funktion „Track Event“

Das Tracking von (virtuellen) Seiten

Das Hauptscript von SendinBlue Automation ermöglicht die Weiterleitung der von einem identifizierten Kontakt besuchten Seiten. In manchen Fällen werden keine Seiten besucht, beispielsweise, wenn ein Pop-up angezeigt oder ein Formular in mehreren Schritten ausgefüllt wird, ohne dass sich die URL ändert. Vielleicht möchten Sie jedoch trotzdem, dass diese Aktionen wie Seitenaufrufe behandelt werden. Für diejenigen, die sich gut mit Google Analytics auskennen: Es handelt sich um einen ähnlichen Anwendungsfall wie bei den virtuellen Seitenaufrufen. In diesen Fällen können Sie die Funktion „Page“ verwenden, um eine neu aufgerufene Seite zu melden.

sendinblue.page('homepage', {
'title': 'My Home Page',
'url': 'http://www.example.com/home',
'path': '/home'
})

Die Funktion „Page“ beinhaltet einen ersten Parameter, der dem Seitennamen (in unserem Beispiel „Homepage“) entspricht, und einen zweiten Parameter, bestehend aus einer Reihe von Merkmalen, u. a. „title“, „url“ und „path“. Diese 3 Eigenschaften sind nicht zwingend, wenn Sie sie jedoch nicht festlegen, werden die Werte des Hauptscripts verwendet, was im Allgemeinen nicht dem ursprünglichen Ziel entspricht. > Technische Dokumentation zu der Funktion „Track Page“

Das Link-Tracking

Für das Tracking von Klicks, die keinen neuen Seitenaufruf generieren, steht Ihnen ein drittes Tool zur Verfügung: die Funktion „TrackLink“. Das typische Beispiel hierfür ist der Download einer PDF-Datei. In den meisten Fällen können Sie das Event-Tracking verwenden und wir empfehlen dieses Verfahren allen Nutzern von SendinBlue Automation, die keine Programmierkenntnisse besitzen. Die Funktion „TrackLink“ bietet einen technischen Vorteil: Der erste Parameter ist kein Name, der jedes Mal wie bei den Ereignissen definiert werden muss, sondern das klickbare DOM-Element. > Technische Dokumentation zu der Funktion „TrackLink“

Vom Tracking-Plan zu Ihren ersten Szenarien

1. Erstellung eines Tracking-Plans

Um das große Potenzial von SendinBlue Automation voll auszuschöpfen, sollten Sie sich nicht auf die Erstellung des Hauptscripts beschränken. Wenn sich Ihre Benutzer auf Ihrer Website identifizieren, können Sie mithilfe der Funktion „Identify“ die Anzahl der identifizierten Kontakte erhöhen, die somit in die Zielgruppe Ihrer Szenarien integriert werden können. Außerdem erhalten Sie wertvolle Kontaktinformationen, wenn Sie bestimmte Ereignisse an SendinBlue Automation weiterleiten. Diese Informationen können als Ausgangspunkt oder als Bedingungen für Ihre Szenarien verwendet werden. Um schnell ein relevantes und vollständiges Tracking-Tool zu erstellen, empfehlen wir Ihnen eine tabellarische Aufstellung mit allen Identifikationen/Aktionen, die Sie an SendinBlue Automation weiterleiten möchten. Eine solche Tabelle kann wie folgt aussehen:

FunktionStelle, an der der Code eingefügt werden muss1. Parameter2. Parameter
Hauptscript Kopfzeile - Alle Seiten NA NA
Identify Newsletter-Anmeldung $email  
Identify Benutzer-Login $name, $postal_code  
Identify Kontoerstellung $email $name, $postal_code
Event Klick auf Schaltfläche „In den Warenkorb“ add_basket $category, $product, $price
Event Kaufbestätigungsseite product_purchased $category, $product, $price
Seite Formular - Schritt 1 bis 3 Form$step where $step is worth 1, 2 or 3 'title' : 'Form$step', 'url' : ‚http://www.example.com/ Form$step ', 'path' : '/ Form$step'

2. Tracking-Validierung

Nachdem Ihr technisches Team die verschiedenen Scripts auf Ihrer Website integriert hat, können Sie die Validierungsphase einleiten. Ziel ist es, zu überprüfen, dass alle Informationen, die an SendinBlue Automation weitergeleitet werden sollen (Identifizierung, Ereignisse, Seitenaufrufe etc.), auch tatsächlich gemeldet werden. Für einen mühelosen Validierungsprozess empfehlen wir Ihnen die Verwendung des Berichts "Logs /Events", mit dem Sie alle weitergeleiteten Daten anzeigen können.

3. Erstellung Ihrer Szenarien

Sie verfügen nun über alle notwendigen Elemente zur Erstellung Ihrer ersten Szenarien. Der Ausgangspunkt der Szenarien kann eine Kontakt-ID, eine aufgerufene Seite oder ein besonderes Ereignis sein. Alle Attribute, die Sie weitergeleitet haben, können als Bedingungen für Ihre Szenarien und für die Personalisierung Ihrer E-Mails verwendet werden.